Projekt "Stolpersteine Kuppenheim"

Was sind Stolpersteine?

Stolpersteine - ein deutschlandweites Projekt des Künstlers Gunter Demnig - sind Gedenktafeln beziehungsweise Betonsteine, auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet. Sie erinnern uns an das Schicksal derjenigen Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurden. In der Regel werden Stolpersteine vor den Wohnhäusern der NS-Opfer in das Pflaster des Gehweges eingelassen.
Nicht nur in Deutschland finden sich mittlerweile rund 45.000 Steine. Auch in 17 weiteren europäischen Ländern,  z. B. in Österreich, in der Schweiz, in Kroatien, Rumänien und Italien "stolpert" man über sie. Finanziert werden Stolpersteine durch private Spenden.
Wer in unserer Gegend Stolpersteine sucht, kann sie unter anderem in Gaggenau, Malsch, Karlsruhe, Freiburg und seit 2013 eben auch in Kuppenheim finden!

Die Projektgruppe "Stolpersteine Kuppenheim" stellt sich vor

Unsere Projektgruppe besteht aus 12 Schülern der Klasse 9b der Werner-von-Siemens-Realschule Kuppenheim unter der Leitung unserer Geschichtslehrerin Frau Junker.
Seit 2013 beschäftigen wir uns außerhalb des Unterrichts mit dem Thema "Stolpersteine Kuppenheim".
Im Laufe des letzten Jahres haben wir an einigen Veranstaltungen und Aktionen teilgenommen:

Vortrag des Zeitzeugen Dr. Kurt Salomon Maier

Eine unserer ersten Aktionen war der Bibliotheksbesuch in Gaggenau, bei dem wir uns einen interessanten Vortrag des Zeitzeugen Dr. Kurt Salomon Maier anhörten.
Kurt Salomon Maier wurde am 4. Mai 1930 in Kippenheim bei Lahr geboren und wurde im Alter von zehn Jahre mit seiner Familie von den Nationalsozialisten in das französische Lager in Gurs deportiert.
Salomon Maier überlebte das Lager und wanderte nach New York aus, wo er deutsche Literatur und Geschichte studierte.
Herr Dr. Salomon Maier erzählte uns sehr offen von seinen Kindheits- und Jugenderinnerungen als jüdischer Kippenheimer und seiner Gefangenschaft im Lager Gurs. Außerdem berichtete er über die dramatischen Umstände seiner Auswanderung nach New York.
Dr. Maier arbeitete als anerkannter Bibliothekar in den USA und reist als Zeitzeuge immer wieder nach Deutschland, um über seine Erlebnisse zu berichten.

Besichtigung des jüdischen Friedhofs in Kuppenheim

Am 28. Juni 2013 besichtigte unsere Projektgruppe den jüdischen Friedhof in Kuppenheim.
Seit 1692 wurden alle jüdischen Mitbürger in Mittelbaden dort beerdigt.
Der Leiter des "Arbeitskreises Stolpersteine“ Heinz Wolf führte uns über den Friedhof.
Manfred Geck, einer der letzten Zeitzeugen in Kuppenheim, berichtete uns während des Rundgangs viel Interessantes über den Friedhof, aber auch vom Zusammenleben von Juden und Christen vor und während der NS-Zeit.
So sei es laut Geck "ein friedliches Zusammenleben" gewesen, bis zur Pogromnacht 1938 - als unter anderem die Synagoge in Kuppenheim zerstört wurde.
„Noch in der Nazizeit gehörten die jüdischen Familien zum bürgerlichen Establishment, das waren Geschäftsläute“, erinnerte sich Manfred Geck.
Manfred Geck erzählte, wie er den 12. November 1938 in Kuppenheim erlebte: „Mit meinen Schulkameraden war ich noch in der brennenden Synagoge. Damals wurde ein Eingreifen der Feuerwehr von der SS verhindert, sie durften lediglich einem Umgreifen der Flammen auf die umliegenden Wohnhäuser entgegenwirken."
Unser Treffen mit Heinz Wolf und Manfred Geck auf dem jüdischen Friedhof war sehr aufschlussreich und informativ.

Stolpersteinlegung am 05.09.2013

Vier Neuntklässlerinnen der Projektgruppe „Stolpersteine Kuppenheim“ nahmen gemeinsam mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Junker am 05.09.2013 an der Stolpersteinlegung in Kuppenheim teil. Das Rahmenprogramm sowie die Legung der besonderen Steine durch den Künstler Gunter Demnig hatte der Arbeitskreis „Stolpersteine Kuppenheim" unter der Leitung von Heinz Wolf organisiert.
Insgesamt wurden zehn Stolpersteine an sieben Stellen im Kuppenheimer Zentrum zum Gedenken an die jüdischen Einwohner der Stadt, die dem Holocaust zum Opfer gefallen waren, gesetzt.
Für die kommenden Jahre sind noch weitere Verlegungen geplant, die ebenfalls der Künstler Gunter Demnig vornehmen wird.
Unsere Gruppe „Stolpersteine Kuppenheim“ befasst sich im Rahmen eines einjährigen Geschichtsprojekts mit dem Schicksal der jüdischen Bewohner Kuppenheims.

Aktion "Stolpersteine putzen" am internationalen Holocaustgedenktag

Am Montag, den 27.01.2014 - dem internationalen Holocaustgedenktag - trafen wir uns gemeinsam mit Herrn Wolf vom Arbeitskreis an der Verlegstelle der ersten Kuppenheimer Stolpersteine vor der Sparkasse in Kuppenheim.
Dort trug Herr Wolf uns biografische Informationen zu denjenigen NS-Opfern vor, für welche die Steine verlegt worden waren. Anschließend säuberten wir die Stolpersteine und legten zum Gedenken jeweils eine Rose nieder.

Warum ist es wichtig, sich als Jugendlicher heutzutage mit dem Thema "Stolpersteine" zu beschäftigen?

Beim Projekt Stolperstein wird an die durch Hitler verfolgten Juden gedacht.
Den Juden wurde verboten zu Arbeiten und sie verloren mit der Zeit immer mehr Rechte. Viele Juden wurden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht.
Es gab nur wenige Menschen, die den Mut hatten, sich gegen die Regierung zu richten und für die Juden zu kämpfen.
Ich finde es grausam, dass man Menschen nur wegen ihrer Religion so behandelt hat. Die Stolpersteine sind dafür da, dass man sich auch heute noch mit dem Thema auseinandersetzt, denn wenn man an ihnen vorbeiläuft, schaut man sich diese vielleicht an und macht sich Gedanken über die Zeit des Nationalsozialismus.
(Alba)

 

Ich finde es gut so ein Projekt zu machen, da man viel über früher herausfindet, was man nicht wusste.
(Pascal)

 

Meiner Meinung nach ist es wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, da das Interesse der Jugend für dieses Thema immer mehr sinkt. Doch ich denke, dass es nach wie vor wichtig ist, sich mit der damaligen Lage zu befassen und Schüler darüber zu informieren, denn wenn jeder darüber aufgeklärt ist, kann es zu so etwas nicht mehr kommen.
Außerdem kann man sich mit diesem Projekt über den Unterricht hinaus informieren und einen Teil unserer Geschichte besser nachvollziehen. Des Weiteren gefällt mir die Idee der Aktion "Stolpersteine" sehr gut und es macht mir Spaß, mich dafür zu engagieren.
(Lorena)

 

Ich finde es wichtig, dass auch die jüngere Generation von unserer Vergangenheit erfährt und sich auch daran beteiligt. Das Projekt zeigt, dass Jugendliche sich nicht nur mit Computern und Handys beschäftigt, sondern auch Interesse an der eigenen Geschichte zeigen.
(Sina)

 

Es ist wichtig, etwas über die NS-Verbrechen zu wissen und den Opfern zu gedenken.
Man sollte sich dafür einsetzen, damit so etwas nie mehr passiert.
(Niklas)

 

Ich finde es wichtig und interessant, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Man wird darüber informiert, was früher alles passiert ist.
Das Thema Nationalsozialismus hat mich schon immer sehr interessiert, weil ich nie nachvollziehen konnte, wie ein einzelner Mensch so ein Schaden in der Welt verursachen konnte. Das Projekt ist meiner Meinung sehr wichtig, da Jugendliche andere junge Leute darüber informieren.
(Michelle)

 

Man sollte sich mit dem Thema beschäftigen, da man dadurch mehr über die Vergangenheit in Deutschland und die Zeit des Nationalsozialismus erfährt.
(Justin)

 

Da es uns schließlich alle etwas angeht, was früher mal war und weil es ein sehr interessantes Thema ist. Es macht viel Spaß, etwas "von früher" zu erfahren.
(Leon)

 

Man sollte wissen, was mit den Menschen passiert ist.
(Tim)

 

Ich finde es generell wichtig, zu wissen, was in Vergangenheit geschehen ist, denn das ist ein Teil unserer Kultur und betrifft somit jeden. Das Projekt ermöglicht einem, dies bezogen auf unsere Heimat Kuppenheim zu erfahren. 
(Annika)

Zum Gedenken an die ermordeten Kuppenheimer Juden - Teil I

Klara Kahn
Klara Kahn wurde am 27.12.1900 geboren. Ihre Eltern waren Simon Kahn (gest. 08.04.1866), welcher als Synagogenvorsteher arbeitete, und Stephanie Kahn (gest. 29.03.1937). Bis zum Tod ihrer Eltern arbeitete Klara in ihrem Haushalt. Nach dem Tod der Eltern fand sie eine neue Arbeitsstelle bei Libmann Maier in Malsch als Hausangestellte. Aus Angst vor den Nationalsozialisten begann sie von Ort zu Ort zu wandern, was mit dem Umzug von Malsch zurück nach Kuppenheim (1936) begann. Es folgte ein weiterer Umzug von Kuppenheim wieder nach Malsch (1938) und im selben Jahr erneut wieder zurück nach Kuppenheim. Unmittelbar nach dem Tod der Mutter beschloss Klara nach Frankreich auszuwandern, woraufhin sie sich polizeilich von Kuppenheim abmeldete.
Am 08.07.1940 war sie offiziell polizeilich in Kuppenheim gemeldet. Am 08.09.1940 (kurz vor der Gurs- Deportation vieler Kuppenheimer) geht sie nach Bingen am Rhein.
Von Bingen aus wurde Klara Kahn jedoch am 20.03.1942 nach Polen deportiert und gilt seither als verschollen.

 

Heinrich Dreyfuß
Heinrich Dreyfuß wurde am 16.10.1883 in Kuppenheim geboren. In seinem Heimatdorf Kuppenheim war er bekannt als Mitglied des Arbeitergesangvereins. Bis zum 02.04.1937 besaß er ein Textil-/Manufakturgeschäft in der Friedrichstraße und lebte in sehr geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen. Nach dem Verkauf des Textilgeschäftes wohnten die Eheleute in der Murgtalstraße. Einen Tag nach dem Synagogenbrand am 09.11.1938 wurde Heinrich nach Dachau deportiert.
Am 24.11.1938 wurde Heinrich Dreyfuß nach zahlreichen Misshandlungen in Prittlbach bei Dachau ermordet.

 

Marie Dreifuß geb. Friedmann
Marie Friedmann wurde am 14.07.1857 in Kuppenheim geboren. Den Namen Dreifuß erhielt sie durch die Heirat mit ihrem Mann Leopold Dreifuß (geb. 10.05.1850, gest. 22.02.1920), welcher als Handelsmann tätig war. Gemeinsam bekamen sie vier Kinder.
Marie wurde am 22.10.1940 nach Gurs und von dort aus am 11.02.1943 nach Auschwitz deportiert. Vermutet wird, dass Marie Dreifuß am 13.02.1943 vergast wurde, jedoch erst am 31.12.1945 für tot erklärt wurde.

 

Salomon Lehmann
Salomon Lehmann wurde am 02.01.1868 in Kuppenheim geboren. Er war als Metzgermeister in dritter Generation tätig und verheiratet mit Mina Lion/Leon, welche mit ihm gemeinsam in der Metzgerei arbeitete. Sie wohnten zu dritt, gemeinsam mit Salomons Stiefschwester Amalie Herz. Am 04.03.1938 zogen sie von Kuppenheim nach Malsch und am 13.05.1938 kam es nach dem Verkauf der Metzgerei an Otto Becker zum Wegzug von Malsch. Nachdem sie während der Irrfahrt der „St. Louis“ in Kuba, sowie auch in den USA abgewiesen wurden, schifften sie 1939 in Antwerpern (Belgien) aus.
Von Belgien aus wurde Salomon über das  Lager Mechelen am 21.09.1942 schließlich nach Auschwitz deportiert. Salomon Lehmann wurde in Auschwitz umgebracht, der genaue Todestag bleibt unbekannt, jedoch wurde er am 08.05.1945 für tot erklärt.

 

Mina Lehmann

Mina Lehmann wurde am 10.09.1871 in Ettenheim als Marie Lion/Leon geboren. Nach der Heirat mit Salomon Lehmann arbeitete sie mit ihrem Mann in seiner Metzgerei und gemeinsam zogen sie am 04.03.1938 von Kuppenheim nach Malsch und am 13.05.1939 nach dem Verkauf der Metzgerei kam es zum Wegzug von Malsch. Sie lebten gemeinsam mit Salomons Stiefschwester Amalie Herz und gemeinsam begaben sie sich auch auf die „St.Louis“. Nach den Abweisungen von Kuba und der USA schifften sie in Antwerpern (Belgien) aus. Mina Lehmann lebte daraufhin in Belgien, starb jedoch am 26.08.1941 in Brüssel, kurz vor der Evakuierung nach Auschwitz.
Die gesamte Familie galt während ihrer Lebenszeit in Kuppenheim als sehr angesehen.

 

Amalie Herz
Amalie Herz wurde am 5. Januar 1859 in Malsch geboren. Sie war gehörlos. Amalie war die Tochter von Jakob Lehmann und die Stiefschwester von Salomon Lehmann. Sie war ledig und lebte im Haus von Salomon. Am 04.03.1938 zog sie von Kuppenheim nach Malsch und am 13.05.1939 zog sie von Malsch weg.
Nach einer Irrfahrt auf der St. Louis ging landete sie 1939 in Antwerpen (Belgien).

 

Mina Maier
Mina Maier wurde am 23.03.1873 in Malsch geboren. Ihr Geburtsname war Dreifuß.
1887 wanderte Mina in die USA aus. Am 22.10.1940 wurde sie von Kuppenheim nach Gurs deportiert und starb am 08.09.1941.

 

Isidor Meier
Isidor Meier wurde am 11.05.1883 in Nonnenweier geboren. Am 14.09.1939 zog er mit Ehefrau, Kind Blanka und Berta Sara Baum nach Kuppenheim.
Im Winter 1938 wurde er ins KZ Dachau unter Schutzhaft gestellt. Er wurde am 22.10.1940 nach Gurs deportiert.
Am 22.08.1942 wurde er schließlich nach Ausschwitz deportiert. Im August 1942 wurde Isidor wahrscheinlich vergast. Am 08.05.1945 wurde er für tot erklärt.

 

Karoline Meier, geb. Kahn
Karoline Meier wurde am 19.11.1885  in Nonnenweier geboren. Ihr Geburtsname ist Kahn. Sie zog am 14.09.1885 von Nonnenweier nach Kuppenheim.
Sie wurde am 22.10,1940 nach Gurs und am 22.08.1942 nach Ausschwitz deportiert.
Am 08.05.1945 wurde Karoline Maier für tot erklärt.

 

Ludwig Kahn
Ludwig Kahn wurde am 26.12.1873 in Kuppenheim geboren. Er war von Beruf Viehhändler und heiratete am 07.05.1901 Amalie Bodenheimer aus Bretten.
Beide wurden am 22.10.1940 nach Gurs deportiert. Am 28.08.1942 wurden sie nach Ausschwitz gebracht.

Zum Gedenken an die ermordeten Kuppenheimer Juden - Teil II

Klara Kahn
Klara Kahn, geboren am 27. Dezember 1900, lebte bis sie 40 Jahre alt war in Kuppenheim. Ihre Eltern waren der Synagogenvorsteher Simon Kahn, der am 29. März 1937 im Alter von 71 Jahren starb und Stephanie Kahn, die am 24. August 1866 unter dem Geburtsnamen Kahn zur Welt kam.
Kurz vor dem, als "Gurs-Deportations-Aktion" bezeichneten, Abtransport der Juden aus der Pfalz und Baden nach Südfrankreich in das Lager zog sie am 18. September 1940 in die Nahestraße 6 nach Bingen am Rhein. Von dort wurde sie am 20. März 1942 nach Polen deportiert. Seitdem gilt sie als verschollen.

 

Simon Kahn
Simon Kahn wurde am 08.04. 1866 geboren. E rwar Synagogen- Versteher, Handelsmann und Viehhändler. Seine Eltern waren David Kahn und Sara Kahn geb. Mayer. Seine Frau, die er am 1.8.1898 heiratete, hieß Stephanie Kahn.

 

Stephanie Kahn
Stephanie Kahn ist am 24.08.1875 geboren und am 06.05.1939 gestorben. Stephanie Kahn war mit Simon Kahn verheiratet und hatte 3 Töchter: Selma, Klara und Rosa Kahn.

 

Selma Kahn

Selma Kahn geboren am 25.05.1899 war Rechtsanwältin bei Roth. Ihre Eltern waren Simon und Stephanie Kahn. Sie zieht am 18.02.1937 von Kleinwallstadt nach Kuppenheim und lebte dort bis sie am 11.05.19 nach Frankfurt zieht. Dort lebte sie bis sie am 26.07.1938 wieder nach Kuppenheim zurückkehrte. Am 02.11.1938 wanderte sie nach London aus bis sie dann im Dezember 1938 starb.

 

Rosa Kahn

Rosa Kahn wurde am 25.07.1905 geboren. Sie war bis zur Emigration bei der Firma Anton Kiefer. Sie lebte im Dezember 1937 in Bruchsal. Rosa Kahn wanderte am 06.03.1939 nach London aus. Sie ging nach 1947 in die USA und heiratete dort. Sie lebte 1970 in Paterson bei New York (Staat New Jersey, USA). Im Januar 1995 starb sie im Altersheim Clifton. Es gibt 3 Stolpersteine für die Geschwister von Simon Kahn, Eltern David Kahn und Sara Kahn geborene Mayer.

 

Berta Dreifuß, geb. Kahn

Berta wurde am 11.04.1868 geboren und hieß bevor sie mit David Dreifuß verheiratet war Kahn. Sie starb am 05.11.1937 in Altdorf. Berta Dreifuß hatte 3 Kinder, diese hießen Betty Gustav und Hermine. Betty war Ehefrau von dem Rechtsanwalt Nathan Moses aus Rastatt und sie starb am 02.06.1944 in Riga. Gustav ist 1890 geboren und starb am 11.11.1941 in Minsk. Hermine ist 1893 geboren und wurde 1941 in Riga ermordet.

 

Adolf Kahn

Adolf Kahn wurde am 19.03.1876 geboren. Als Soldat kämpfte er im Ersten Weltkrieg.1940 wurde er nach Gurs deportiert und am 31.12.1942 für tot erklärt.

 

Nathan Kahn

Nathan Kahn ist am 17.05.1878 geboren und am 24.05.1933 in Gaggenau gestorben. Er war verheiratet mit der Frau Hedwig Vollmer. Seine Familie wohnte bis 1933 in der Friedrichstr. 59 im EG. Dieses Stockwerk wurde vor 1933 verkauft und die Familie zog nach Rotenfels und anschließend nach Gaggenau. Seine Frau Hedwig und seine Tochter Charlotte wandern 1936 nach Palästina aus. Charlotte Metzger war eine geborene Kahn und lebt seit 1936 mit ihrer Familie in Israel.

 

Hedwig Vollmer

Hedwig und ihre Tochter Charlotte Vollmer wanderten 1936 mach Palästina aus.

 

Charlotte Metzger

Charlotte Metzger wurde am 16.02.1913 geboren und lebt seit 1936 mit ihrer Familie in Israel.

Für Lehrer:

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